Themenausstellung zur gleichnamigen mystischen Figur - "Golem"

Homunkuli, Cyborgs, Roboter, Androide. Der Mythos vom Menschen, der künstliches Leben erschaffen kann, steht im Mittelpunkt einer großen Themenausstellung über den Golem im Jüdischen Museum Berlin. Die prominenteste jüdische Legendenfigur inspiert seit Generationen Künstler*innen und Autor*innen. Die Ausstellung präsentiert den Golem von seiner Erschaffung aus einem Ritual der jüdischen Mystik bis hin zum populären Erzählstoff im Film oder dessen Fortschreibung in künstlerischen und digitalen Welten.

Denn der Golem ist geformt aus unbelebter Materie wie Staub oder Erde, wird aber durch rituelle Beschwörung und hebräische Buchstabenkombinationen zum Leben erweckt. Geschaffen von einem menschlichen Schöpfer, wird der Golem zum Helfer, zum Gefährten oder zum Retter einer jüdischen Gemeinde in Gefahr. In vielen Golem-Erzählungen gerät das Geschöpf außer Kontrolle und der Golem selbst wird zur Bedrohung für den Menschen, der ihn geschaffen hat.

Die Ausstellung zeigt die thematische Fülle des Stoffes, wie er sich in mittelalterlichen Manuskripten, in vielschichtigen Erzählungen und in Kunstwerken aus den letzten zweihundert Jahren darstellt. Der Golem spiegelt Bedrohungs­szenarien und Erlösungs­hoffnungen seiner jeweiligen Zeit. Anhand der Golem-Figur verhandelt die Ausstellung Themen wie Kreativität, Schöpfung, Macht und Erlösung. Ob in Malerei, Skulptur, Objektkunst, Video, Installation, Fotografie oder Illustration: Der Golem lebt und mit ihm die Frage danach, was es bedeutet ein Mensch zu sein.

Weitere Informationen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag  10.00 bis 20.00 Uhr
Mo. 10.00 – 22.00 Uhr