- Bernard Larsson: "Leaving is Entering Berlin Photographs 1961–1968"

Fotoausstellung im Max-Liebermann-Haus

Als der junge Fotograf Bernard Larsson 1961 vom Bau der Mauer in Berlin erfährt, entscheidet er unmittelbar, seinen Wohn- und Arbeitsort von Paris nach Berlin zu verlegen.

Von 1961 bis 1968 lebt und arbeitet Larsson mit einigen Unterbrechungen in Berlin und dokumentiert mit seinen Fotografien wie kein anderer die sich in einer tiefen Krise befindenden Stadt. Als Fotograf mit schwedisch-deutschen Wurzeln besitzt Larsson (geb. 1939) einen schwedischen Pass und kann ungehindert die Sektorengrenzen passieren und zwischen dem Ost und dem Westteil hin- und herwandern.

Unvoreingenommen und von außen kommend gelingt es Larsson, das städtische Leben diesseits und jenseits der Mauer einzufangen und ein Berlin abseits der Sehenswürdigkeiten ins Bild zu nehmen.  

Das Beschädigte und Unscheinbare rückt beidseits der Mauer immer wieder in den fotografischen Fokus und ist oftmals frappierend ähnlich. Es sind die einfachen Menschen, die Intellektuellen, die Literaten und Theaterleute sowie die Studenten, die Larsson als Hoffnungsträger in den Blick nimmt. Sein fotografischer Blick wird umso politischer, als 1966 die Protestbewegung der Studenten das Westberliner Leben zu bestimmen beginnt. Sein ikonisches Foto vom Tod Benno Ohnesorgs markiert den Endpunkt dieser fotografischen Dokumentation.

Fotoausstellung der Stiftung Brandenburger Tor in Kooperation mit der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. August 2017 zu sehen.

Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Do, Fr 10 – 18 Uhr
Sa, So 11 – 18 Uhr
Di geschlossen