- Corelli XL

Das Freiburger Barockorchester erforscht das Genie Arcangelo Corellis.

Der römische Komponist hat wie kaum ein zweiter neue instrumentale Musikformen erprobt und maßstabsetzend etabliert. Das Barockzeitalter kann – was die Konzert- und Kammermusik angeht – ohne Übertreibung in zwei Hälften geteilt werden: in die Zeit vor und in die Zeit nach Corelli. Sein möglicherweise größter Wurf war die "Erfindung" des Concerto Grosso als einer rein instrumentalen und orchestralen Art miteinander zu musizieren, ohne Worte und "Handlung" zu kommunizieren.

Sein bereits ab 1680 entstandenes Opus 6 gilt als Gründungurkunde dieses Genres, das nach seiner posthumen Veröffentlichung 1714 eine beispiellose Karriere in ganz Europa machte und so als Modell für Kompositionen bis in die spätbarocke Generation Händels und Bachs und darüber hinaus fungierte. Das Freiburger Barockorchester feiert dies mit einer üppig besetzen Auswahl und in der historischen Stimmung von tiefen 392 Hz!

A. Corelli
Concerti grossi aus op. 6
Nr. 1 in D-Dur, Nr. 2 in F-Dur, Nr. 3 in c-Moll, Nr. 4 in D-Dur,
Nr. 6 in F-Dur, Nr. 7 in D-Dur, Nr. 8 in g-Moll, Nr. 10 in C-Dur
und Nr. 11 in B-Dur

Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz
Violine und Leitung