Franziska Schramm © Alessa Koch
© Alessa Koch | Bild: Alessa Koch

Mi 16.11.2016 - Walter-Serner-Preis 2016 an Franziska Schramm

Das kulturradio vom rbb und das Literaturhaus Berlin vergeben den Walter-Serner-Preis in diesem Jahr an die Konstanzer Autorin Franziska Schramm für ihre Geschichte "Was anderes machen".

Ihr Text überzeugte die Jury als gelungene, moderne Interpretation des Walter-Serner-Preis-Mottos "Vom Leben in den großen Städten". In Franziska Schramms Kurzgeschichte "Was anderes machen" geht es um zwei junge Männer, die am Abend des Fußball-WM-Finalspiels ziellos durch Berlin treiben und dennoch unwissentlich auf Sinnsuche sind - eine harte Großstadtgeschichte in authentischem Straßenjargon, die von einer Freundschaft, dem Erwachsenwerden und von einer Liebe erzählt.

Franziska Schramm ist Jahrgang 1985 und hat Kommunikations- und Literaturwissenschaften in Erfurt und Berlin studiert. Seit 2013 lebt und arbeitet sie als Autorin, Redakteurin und Schreibcoach am Bodensee. Mit ihren Kurzgeschichten und Gedichten ist sie auf Poetry Slams und Lesebühnen zu hören.

Der Schriftsteller und Feuilletonist Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad geboren und lebte in Wien, Berlin und Zürich. Er schrieb u. a. "Letzte Lockerungen. Ein Handbrevier für Hochstapler" und "Die Tigerin". 1942 wurde er aus Prag nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter nach Riga, wo er und seine Frau zusammen mit den anderen Mitgliedern des Transports am 23. August 1942 im Wald von Biernicki erschossen wurden.

Der Walter-Serner-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich vom kulturradio vom rbb und dem Literaturhaus Berlin vergeben. Gastjurorin 2016 war die Schriftstellerin Tanja Dückers, die auch die Laudatio auf die Preisträgerin halten wird. Der Preis wird am 9. Dezember 2016 um 20 Uhr im Roten Salon der Volksbühne verliehen.

Am Samstag, dem 10. Dezember, sendet kulturradio um 19.04 Uhr einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung.