Mi 29.03.2017 - Bislang rund 16.000 Gäste im neuen Museum Friedland

Das Museum war am 18. März 2016 eröffnet worden. Es liegt gleich neben dem Lager Friedland.

Das Museum dokumentiert auf einer Fläche von 350 Quadratmetern die mehr als 70-jährige Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland. Die Landesregierung in Hannover ließ dafür den historischen Bahnhof des Ortes für rund 20 Millionen Euro umgestalten. Herzstücks des Museums ist die Dauerausstellung "Fluchtpunkt Friedland". "Das ist eine sehr erfreuliche Zahl", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Das große Interesse zeige, dass die Dauerausstellung im historischen Friedländer Bahnhof sehr gut angenommen werde.

Das Lager Friedland wurde 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Armee als Auffangstation für heimatvertriebene Menschen und zurückkehrende Kriegsgefangene aus Russland errichtet. Später kamen Aussiedler aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion sowie Ungarn-Flüchtlinge. Auch vietnamesische "Boat People" und Chilenen, die vor der Pinochet-Diktatur flohen, durchliefen das Lager. Seit 2011 dient die Einrichtung als Erstaufnahme für Asylsuchende. Bislang haben mehr als 4,5 Millionen Menschen zeitweise in dem Lager gelebt.