Mo 27.03.2017 - Kulturland im Zeichen der Reformation

[UPDATE] Die Veranstaltungsreihe "Kulturland Brandenburg" widmet sich in diesem Jahr der 500-jährigen Geschichte der kirchlichen Reformation. Das Programm reicht vom Mysterienspiel bis zur zeitgenössischen Kunst.

Obwohl Luther selbst wohl nie in Brandenburg gewesen sei, habe die Reformation das Land nachhaltig geprägt, sagte Kulturministerin Martina Münch. Brandenburg-Preußen und der Protestantismus seien lange Zeit praktisch miteinander gleichgesetzt worden. Die Kulturland-Reihe präsentiere das kulturelle und geistige Erbe der Reformation und lade zu Besuchen alter Kloster- und Kirchenanlagen, von Museen und anderen historisch bedeutenden Orten ein.

Die Veranstaltungsreihe wird am 5. Mai mit der Ausstellung "Bürger, Pfarrer, Professoren" in Frankfurt an der Oder eröffnet. Zu den Höhepunkten des Kulturland-Jahres 2017 zählen auch weitere Ausstellungen. Im einstigen mittelalterlichen Wallfahrtsort Bad Wilsnack, der nach dem Aus für die Pilgerfahrten durch die Reformationen ins wirtschaftliche Abseits geriet, wird die Ausstellung "Sünde, Tod und Fegefeuer" gezeigt.

In Potsdam macht die Ausstellung "Reformation und Freiheit" Luthers Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" von 1520 zum Thema, mit der sich der Reformator einst gegen den päpstlichen Bann verteidigte. Dort soll auch die einzige  überlieferte Zeichnung gezeigt werden, in der Lucas Cranach der Ältere um 1532 Martin Luther lebensnah im Bild festhielt.