Fr 19.05.2017 - Gerhard Richter Archiv dauerhaft in Dresden

2006 wurde es bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gegründet – das Gerhard Richter Archiv. Die einst per Handschlag besiegelte Kooperation steht ab jetzt auch auf vertraglicher und damit verbindlicher Basis, sagte Generaldirektorin Marion Ackermann.

Nach Angaben der Kunstsammlungen wird das Gerhard Richter Archiv noch enger mit dem Kölner Atelier des wichtigsten deutschen Gegenwartskünstlers zusammenarbeiten. Richter selbst unterstützt das Archiv. Es sei gut, dass es existiere, sagte der 85-Jährige.

Das Archiv trägt alles Material zu Richters künstlerischem Leben zusammen. Der Bestand umfasst rund 300 Publikationen zu Richter und weitere 4.500 mit Bezug zu ihm. Zudem gibt es 1.100 Zeitschriften und 21.000 Zeitungsartikel über ihn, 14.000 Fotos seit 1962, etwa 950 Kunstplakate und Einladungskarten zu Ausstellungen sowie 1.650 Briefe, Manuskripte, Dokumente und Werbung, die als Fotovorlagen dienten – darunter Aufnahmen von Fotogemälden, die der Künstler in den 1960er Jahren vernichtete.

Das Material stammt von Richter selbst, Sammlern, Galerien, Auktionen und Antiquariaten. Es wird von Wissenschaftlern, renommierten Auktionshäusern oder Museen genutzt, Publikationen und Ausstellungen machen ausgewählte Aspekte publik.

Seit 2011 arbeitet das Archiv an einem Werkverzeichnis aller Bilder und Skulpturen. Der siebenbändige "Catalogue Raisonné" soll 2022 fertig sein.