Mo 17.07.2017 - Grütters will Frauen in Kultur und Medien fördern

Das sagte die Kulturstaatsministerin heute zum Abschluss des Runden Tischs "Frauen in Kultur und Medien" – und legt auch gleich ein Programm dazu auf.

Unter anderem soll künftig ein Projektbüro im Deutschen Kulturrat eingerichtet werden, das Daten zur Geschlechtergerechtigkeit bei Stipendien, Preisen, Honoraren und Führungspositionen erhebt. Außerdem soll das Büro ein Mentoring-Programm auflegen, bei dem Kultur- und Kreativfrauen von den Erfahrungen etablierter Berufskolleginnen und -kollegen profitieren können.

Der Runde Tisch "Frauen in Kultur und Medien" war als Reaktion auf eine Studie des Deutschen Kulturrates eingerichtet worden. Der Spitzenverband der Bundeskulturverbände hatte im Juni 2016 die gleichnamige Studie "Frauen in Kultur und Medien" veröffentlicht. Demnach muss die Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich noch deutlich verbessert werden.

Nur ein Drittel aller Museen und 22 Prozent der Theater werden demnach von einer Frau geleitet. Zudem gibt es nur zwei Intendantinnen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Auch in Chefredaktionen sind Frauen mit zwei Prozent überaus selten, hieß es. Zudem zeigte die Studie, dass Frauen in der Kreativbranche bis zu 33 Prozent weniger verdienen als Männer.