Fr 13.10.2017 - Länder gründen Zentrum zum Erhalt des Niederdeutschen

Das Zentrum zur Pflege, Entwicklung und Förderung der niederdeutschen Sprache wird von Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein eingerichtet.

Alle vier beteiligten Länder sind gleichberechtigte Träger des Sprachzentrums, das in Bremen angesiedelt wird und den Schutz und Erhalt der niederdeutschen Sprache länderübergreifend koordinieren soll.
Verbände, Ehrenamtliche und wissenschaftliche Institutionen würden dabei eng eingebunden, hieß es. Das Zentrum soll maßgeblich in Bildung und Kultur tätig werden, die niederdeutsche Sprache dokumentieren sowie für einen Transfer aus der Wissenschaft sorgen. Zudem solle es sich mit seinen Themen ins öffentliche Leben einbringen.

Niedersachsen setzt zurzeit Landesmittel in Höhe von 117.000 Euro für die Pflege der niederdeutschen Sprache ein. Diese Fördersumme wird für das Länderzentrum ergänzt um 154.000 Euro, die aus den drei anderen Nordländern kommen. Somit stellen die Länder zukünftig insgesamt 271.000 Euro für den Spracherhalt bereit.