Fr 13.10.2017 - Über 800 Jahre alte Wandmalerei in Bamberger Kirche entdeckt

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege spricht von einem Sensationsfund.

Wie die Behörde in München mitteilte, handelt es sich um einen romanischen Mäanderfries in Rot- und Ockertönen, der den ganzen Innenraum der Kirche bis zu einem schweren Brand im Jahr 1185 geziert habe. Aus dieser Phase der Bamberger Geschichte sei bisher keine Malerei und kaum eine Wandgestaltung bekannt. Möglicherweise erlaube der Fund auch Rückschlüsse auf die verlorene Ausmalung des Heinrichsdoms.
Die Reste der Malerei hätten sich unterhalb der Mauerkrone von Sankt Gangolf erhalten, hieß es. Trotz der Spuren von Feuer und Reparaturen ließen sich die Fragmente dank modernster Untersuchungsmethoden analysieren. Der Kirchenraum sei bis 1185 mit dem perspektivischen Fries geschmückt gewesen, der regelmäßig von rechteckigen Bildfeldern mit gemalten Büsten männlicher Heilige unterbrochen gewesen sei.

Nach Auskunft des Restaurators Peter Turek gewähren die Untersuchungen auch Einblick in die Malerwerkstatt des 12. Jahrhunderts. Getupfte Zeichen wie Punkte oder Haken hätten den Malern Hinweise auf die für die perspektivische Wirkung entscheidende Farbverteilung gegeben.