
Der populäre Schauspieler Manfred Krug wird am Mittwoch 75 Jahre alt.
Am 8. Februar 1937 war er in Duisburg auf die Welt gekommen, siedelte aber noch als Junge gemeinsam mit seinem Vater in die gerade entstehende DDR über. Nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann ging er 1977 nach West-Berlin.
Mit Filmen wie "Mir nach, Canaillen!", "Wege übers Land", "Fünf Patronenhülsen" und "Auf der Sonnenseite" wurde Krug einer der populärsten Kino- und Fernseh-Schauspieler in der DDR. Sein Film "Spur der Steine" warf 1965 einen kritischen Blick auf den DDR-Alltag und wurde nach nur drei Tagen Spielzeit verboten. Erst 1989 kam er wieder zur Aufführung.
Auch im Westen erspielte sich "Manne" rasch eine große Fangemeinde - vor allem durch seine Rolle als Anwalt in "Liebling Kreuzberg" und als "Tatort"-Kommissar Stoever.
Vom aktiven Schauspieler-Beruf hat sich Krug mittlerweile zurückgezogen, er tritt aber immer wieder als Sänger auf.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit würdigte den Jubilar als raubeinig und unverwechselbar. Krug sei ein "Wanderer zwischen den ost-westlichen Welten", der in Berlin seine Heimat gefunden habe.