Blick auf die Einfahrt zum Studio Babelsberg (Bild: dpa)
Der Filmstandort Berlin-Brandenburg hat sich international einen Platz erobert.

Film

Berlinale-Ehrung für Filmstudio Babelsberg

Das 100-jährige Bestehen des traditionsreichen Studio Babelsberg im Februar wird im Rahmen der Berlinale mit der Sonderreihe "Happy Birthday, Studio Babelsberg" gefeiert.

Für die Jubiläumsschau hat der Filmhistoriker Rainer Rother zehn Meilensteine aus allen wichtigen Schaffensperioden des Studios ausgewählt - angefangen von Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm "Der letzte Mann" (1924) über DEFA-Klassiker wie "Das Kaninchen bin ich" (1965) bis hin zu Großproduktionen aus jüngster Zeit, darunter "Der Vorleser" (2008) mit Kate Winslet. Auch "Münchhausen", einer der teuersten wie erfolgreichsten Filme des Dritten Reiches mit Hans Albers in der Titelrolle, wird im Rahmen der Jubiläumsreihe zu sehen sein.

Bei einem Festakt am 12. Februar wird Festivaldirektor Dieter Kosslick dem Studio Babelsberg eine Berlinale-Kamera verleihen. Mit dieser Auszeichnung werden seit 1986 Filmpersönlichkeiten und Institutionen geehrt, denen sich die Berliner Filmfestspiele in besonderem Maße verbunden fühlt.

Kate Winslet in 'Der Vorleser' (Quelle: rbb)
Zuletzt wurde unter anderem "Der Vorleser" mit Kate Winslet in Babelsberg produziert.

Platzeck: Babelsberger Filmproduktionen lassen Hollywood aufhorchen

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat Potsdam-Babelsberg als Filmstandort mit internationaler Anziehungskraft gewürdigt.

"Wir sind wieder Schauplatz großer Filmproduktionen, die auch in Hollywood aufhorchen lassen", sagte Platzeck am Mittwoch in einer Videobotschaft zum 100-jährigen Bestehen von Studio Babelsberg. Um das Studio herum hätten sich mehr als 130 Unternehmen aus der Medienwirtschaft angesiedelt.

Die Hochschule für Film und Fernsehen, das Hasso-Plattner-Institut und das Erich-Pommer-Institut stünden für Innovation "auf dem Weg in die digitale Zukunft", sagte Platzeck. Er sei überzeugt, dass die Filmstadt auch künftig ihrem Weltklasse-Ruf gerecht werde.

Die Gründe für den herausragenden internationalen Erfolg der Studios in den 1920er und 1930 Jahren erklärte der Filmhistoriker Rainer Rother folgendermaßen: "Die enge Zusammenarbeit von Drehbuchautoren, Regisseuren, Architekten und Kameraleuten hat eine Atmosphäre der wechselseitigen Inspiration und des Erfindungsgeistes geschaffen." Die so entstandenen, visuell reichen wie überzeugende Filme seien international stilprägend geworden.

Stand vom 08.02.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 08.02.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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