Tatia Nadareischwili: Schlaf gut; © Baobab Books | Montage: rbb
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Ab 4 Jahren - Tatia Nadareischwili: "Schlaf gut"

Schlafengehen, Einschlafen, Nicht-Einschlafen-Können ist ein beliebtes Thema im Bilderbuch für kleinere Kinder und entsprechend viele Bücher dazu gibt es auch. Warum also noch eins empfehlen?

Die Antwort darauf ist sehr einfach: Weil dieses Buch wirklich ein sehr besonderes ist und viel mehr als die beliebte Ins-Bett-Bring-Hilfe für Eltern oder Großeltern.

Denn das Buch hat zwei Aspekte:

Zum einen wird in kurzen Sätzen und eindrucksvollen, gedeckt farbigen, großformatigen Bildern die Geschichte eines Jungen erzählt, der nicht einschlafen kann und durch die Gegend läuft. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Tieren, die ihm alle zeigen, wie das geht mit dem Schlafen: Mit dem Kopf auf den Rücken gedreht (die Giraffe), aufrecht stehend im Wasser (der Pottwal), mit Händen und Füßen an einem Ast hängend (das Faultier) und so weiter. Der Junge ist lernwillig und probiert eifrig alles aus – was auf den Bildern auch sehr plastisch gezeigt wird. Nur leider, leider kann er weder im Stehen noch im Hängen oder gar unter Wasser schlafen. So legt er sich schließlich auf sein Bett – und schläft gleich ein.

Zum anderen ist dieses Buch zweisprachig, georgisch und deutsch. Die georgische Schrift mit ihren runden Buchstaben ist als grafisches Element in die Bilder integriert, die deutsche Übersetzung läuft ganz unten auf der Seite mit. In beiden Texten sind mitunter Stellen rot gedruckt, die entweder den gleichen Buchstaben oder das gleiche Wort darstellen.

Für Groß und Klein

So kommt zu der Erkenntnis, dass es für das Schlafen offenbar nicht die eine verbindliche Art gibt, auch die, dass Menschen ihre Sprache auf sehr unterschiedliche Weise zu Papier bringen. Es gibt ein kleines Nachwort zur georgischen Schrift, leider aber keine Tafel mit allen Buchstaben und ihren Entsprechungen. Aber heutzutage findet man solche Informationen ja leicht im Internet.

Das Buch eignet sich sowohl für kleinere Kinder, die sich mehr mit dem Thema Schlafen beschäftigen, als auch für größere, die schon einen Blick für Buchstaben haben. Die Bilder werden alle gleichermaßen ansprechen.

Heike Brandt, kulturradio