Ulrike Syha und Rochus Stordeur; Foto: Thomas Ernst

- Ulrike Syha & Rochus Stordeur

2015 wurde der Walter-Serner-Preis zu gleichen Teilen an die Hamburger Autorin
Ulrike Syha und an den uckermärkischen Autor Rochus Stordeur vergeben. Beide Texte, "Jin Mao" von Ulrike Syha und "Osmans 19. Problem" von Rochus Stordeur, überzeugten die Jury gleichermaßen.

In Ulrike Syhas Kurzgeschichte "Jin Mao" begegnet man einem jungen Karrierenomaden auf seiner Sinnsuche in der Megametropole Shanghai. Ein Text, in dem Raum, Zeit und Ort verschwimmen; als Ausdr"Osmans 19. Problem"uck einer globalen Verunsicherung.

Rochus Stordeur lässt in seiner Erzählung  einen deutsch-türkischen Jugendlichen zu Wort kommen, der seine bikulturelle Wirklichkeit erkundet. Der Text bewegt sich im sprachlichen Mikrokosmos zwischen "Kanak-Sprak" und dem erwachenden Bewusstsein eines jungen Erwachsenen.

Ulrike Syha wurde 1976 in Wiesbaden geboren und lebt als freie Autorin und Übersetzerin von Theaterliteratur in Hamburg. Sie war u.a. Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude und des Künstlerdorfs Schöppingen und Trägerin des Kleist-Förderpreises für junge Dramatiker und des Robert-Gernhard-Preises.

Rochus Stordeur wurde 1948 in Eggersdorf geboren und hat u.a. als Lehrer für Deutsch und Geschichte in Berlin gearbeitet. Heute lebt er als Bildhauer, Künstler und Schriftsteller im uckermärkischen Brüssow. 2010 erhielt er den Ehm-Welk-Literaturpreis.

Gastjurorin 2015 war die Schriftstellerin Julia Schoch, die auch die Laudatio auf die Preisträger hielt.