Natascha Wodin; Foto: © Susanne Schleyer
Autorenarchiv
Download (mp3, 45 MB)

- Natascha Wodin: Vom Untergang einer adligen Familie

Frank Meyer im Gespräch mit der Schriftstellerin und Übersetzerin

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe." Das hat die Mutter von Natascha Wodin immer wieder zu ihr gesagt, aber sie hat nie erklärt, was sie damit meinte. Als Natascha Wodin zehn Jahre alt war, hat ihre Mutter sich umgebracht. Die Tochter lebte danach in einem katholischen Mädchenheim und eine Zeit lang als Obdachlose auf der Straße, danach hat sie als Telefonistin, Stenotypistin und Übersetzerin gearbeitet.

Seit 1980 ist Natascha Wodin freie Schriftstellerin, in ihrem neuen Buch „Sie kam aus Mariupul“ erzählt sie nun die Geschichte ihrer Mutter. Die wurde in der Ukraine geboren, in der Sowjetunion hat sie als junges Mädchen den Untergang ihrer adligen Familie miterlebt, im Zweiten Weltkrieg wurde sie als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt.

Von den Millionen sowjetischen Zwangsarbeitern in Nazi-Deutschland wurde bisher selten erzählt, Natascha Wodin schließt diese Lücke. Ihr Buch steht auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

Musikliste 05.03.2017 19:04 Das Gespräch

Frank Meyer im Gespräch mit Natascha Wodin

Tonträger Werk Zeit
'pläne' LC 00972 Best.Nr KEINE ANGABEN Bulat Okudshawa
Lied über mein Leben Bulat Okudshawa
02:00
His Master's Voice (EMI 1989 LC 00233 Best.Nr KEINE ANGABEN Giacomo Puccini
Vissi d'arte aus: Tosca / Maria Callas. Stimme des Jahrhunderts Maria Callas
03:12
hänssler-classic/Laudate LC 06047 Best.Nr KEINE ANGABEN Christoph Willibald von Gluck
Reigen seliger Geister aus: Orfeo et Euridice. Azione teatrale in 3 Akten Academy of St. Martin-in-the-Fields. London; Iona Brown
06:47