Der Pianist James Rhodes; © Richard Ansett
© Richard Ansett

- Rachmaninow Tattoo

Von Jean-Claude Kuner

James Rhodes, 41, sitzt in T-Shirt und Turnschuhen in London am Klavier und spricht voller Begeisterung über Musik. Der übliche Klassikbetrieb ist ihm suspekt. Viel lieber spielt er auf Theaterbühnen oder in Clubs und vor einem Publikum zwischen 20 und 30, das wenig Ahnung von Bach, Beethoven oder Rachmaninow hat.

Der Pianist James Rhodes; © Richard Ansett
© Richard Ansett

Aber hinter der ganzen Begeisterung verbirgt sich eine dunkle Geschichte. Jahrelang wurde er als Kind missbraucht. Er verfällt Drogen und Exzessen. Lässt für zehn Jahre das Klavierspiel. Nach einem Suizidversuch landet er in der Psychiatrie und stellt sich dort erstmals der Vergangenheit. Er kehrt ans Klavier zurück. Die Musik rettet ihn.

James Rhodes, der nie ein Konservatorium besucht hat, führt inzwischen eine so ungewöhnliche wie erfolgreiche Konzertkarriere rund um die Welt.

Regie: der Autor
Produktion: NDR/DLF/rbb 2017
- Ursendung -

Rezensionen

James Rhodes anlässlich der Classical Brit Awards 2009 in London; Foto: © imago/LFI

Heimathafen - James Rhodes

Seit 2009 sind sechs Alben erschienen, die immer klassischer wurden. Das Konzert gestern, mit Bach, Beethoven und Chopin, hat sich vollends der Klassik verschrieben. Ein Pianist aus Selbsttherapie.

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