Schriftsteller Joachim Lottmann, 2004; © imago/Christian Thiel
imago/Christian Thiel

Zur Buchmesse - Wie gemein darf Literatur sein, Herr Lottmann?

Von Lorenz Schröter

Der Schriftsteller Joachim Lottmann ist seit 30 Jahren ein lustiger und sehr böser Chronist der deutschen Bohème und Subkultur. Pro Jahr veröffentlicht er ein oder zwei tagebuchartige Romane und jedes Mal muss der Verlag Angst haben, dass er wegen Beleidigung verklagt wird.

Nun kommen seine Opfer zu Wort, die Romanvorlagen erzählen ihre Geschichte über den lügnerischen und sogenannten Erfinder der Popliteratur. Lottmann hofft, nach Jahren des Hungers und in Armut endlich zum Klassiker aufzusteigen. Sein Vorbild ist Goethe. Ein Goethe, der Wartburg fährt und ein Kuscheltier hat und in brasilianischen U-Bahnen Salsa tanzt.

Regie: Mareike Maage
Produktion: rbb 2017
- Ursendung -