Die Schriftstellerin Mascha Kaleko. Sie wurde am 7. Juni 1907 in Chrzanow (Galizien) geboren und verstarb am 21. Januar 1975 in Zürich; © dpa/Röhnert

- Bleibtreu heißt die Straße

Von Jan Koneffke

Wenige Monate vor ihrem Tod besucht die Dichterin Mascha Kaléko, die 36 Jahre vorher mit Mann und Kind vor den Nazis in die Vereinigten Staaten floh, noch einmal ihre Heimatstadt Berlin. Auch dem Haus in der Bleibtreustraße, das die Familie bewohnte, stattet sie einen Besuch ab.

Der Aufenthalt an der Spree wird zu einer Reise in ihre Vergangenheit, von der Flucht im Ersten Weltkrieg aus Galizien ins Kaiserreich über die frühen Jahre in der pulsierenden Hauptstadt, vom amerikanischen Exil bis zur Rückkehr in ein Nachkriegsdeutschland, das die "Großstadtlerche" in die Arme schließt: als Alibi. Dass sich Kaléko dieser Rolle verweigert, wird ihr nicht verziehen.

Mit Tilla Kratochwil, Lisa Hrdina, Gerd Wameling, Stefan Kaminski

Komposition: Peter Ehwald
Gesang: Michael Schacht
Regie: Christine Nagel
Produktion: DLR/rbb 2017
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