Der Schriftsteller und Lyriker Marcel Beyer im Haus des Rundfunks; Foto: Carsten Kampf

- Das literarische Gespräch

Salli Sallmann im Gespräch mit dem diesjährigen Büchner-Preisträger Marcel Beyer

Marcel Beyer wuchs in Kiel und Neuss auf. Von 1987 bis 1991 studierte er Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 erlangte er dort den Magistergrad mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker.

Marcel Beyer, der zunächst stark beeinflusst war von Friederike Mayröcker und den Autoren des französischen Nouveau Roman, ist Verfasser von Lyrik, Essays und Romanen, die sich immer wieder mit der deutschen Geschichte – insbesondere des Dritten Reiches – auseinandersetzen.

2016 wird Beyer mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In der Begründung erklärt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung unter anderem: "Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unverwechselbares Werk entstanden, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lässt."

Bücher von Marcel Beyer (Auswahl):

"Sie nannten es Sprache" Brueterich Press 2016
"Muskatblut, Muskatblüt" Stiftung Lyrik Kabinett/Wunderhorn 2016
"Graphit" Gedichte, Suhrkamp 2014
"Putins Briefkasten. Acht Recherchen" Suhrkamp 2012
"XX. Lichtenberg-Poetikvorlesungen" Wallstein 2015
"Kaltenburg" Roman, Suhrkamp 2008
"Aurora" Essay, Stiftung Lyrik Kabinett 2006
"Vergeßt mich" Erzählung, Dumont 2006
"Nonfiction" Essays, Dumont 2003
"Erdkunde" Gedichte, Dumont 2002
"Zur See" Prosa, Radierungen: Andreas Zahlaus, Warnke 2001
"Spione" Roman, Dumont 2000
"Falsches Futter" Gedichte, Suhrkamp 1997
"Flughunde" Roman, Suhrkamp 1995
"Brauwolke" Gedichte, Papier: John Gerard, Papiergüsse: Klaus Zylla, Berlin: Warnke 1994
"Walkmännin" Gedichte 1988 / 1989, Patio 1991
"Das Menschenfleisch" Roman, Suhrkamp 1991
"Kleine Zahnpasta" Gedichte 1987-1989, dead language press 1989
"Obsession" Prosa, Okeanos Presse 1987