Der Redakteur Salli Sallmann im ukrainischen Drohobycz vor dem Wohnhaus von Bruno Schulz; © Heike Kalnbach
Salli Sallmann

- In der Welt der Zimtläden

Eine Erinnerung an den Schriftsteller Bruno Schulz, der vor 75 Jahren ermordet wurde

Von Doris Liebermann

Erinnerungsplatte am Ort der Ermordung von Bruno Schulz in Drohobycz; © Heike Kalnbach
Erinnerungsplatte am Ort der Ermordung von Bruno Schulz in Drohobycz | Bild: Heike Kalnbach

Die literarische Welt Polens horchte auf, als der Maler und Zeichenlehrer Bruno Schulz 1934 mit seinem Erzählband "Die Zimtläden" debütierte: Der polnisch-jüdische Künstler erlangte über Nacht den Ruf eines Schriftstellers ersten Ranges. Dabei waren seine Geschichten nicht in den literarischen Zentren, in Warschau, Krakau oder Lemberg angesiedelt, sondern in der ostpolnischen Provinz.

Schulz verbrachte fast sein ganzes Leben in Drohobycz, einer kleinen Stadt in Galizien. Als Hitlers Truppen 1941 den Ort besetzten, musste der Künstler ins Ghetto umsiedeln. Am 19. November 1942 wurde Bruno Schulz von einem SS-Mann auf offener Straße erschossen.

Die Sendung von Doris Liebermann erinnert an ihn.