
Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen.
50 Jahre Oberhausener Manifest
Eine Reflexion von Ralph Eue
26 junge Regisseure erklärten am 28. Februar 1962 in Oberhausen Papas Kino für tot und reklamierten mit ungestümem Pathos die Lizenz zur Schaffung des Neuen deutschen Films. Die bekanntesten Unterzeichner dieser als „Oberhausener Manifest“ in die Filmgeschichte eingegangenen Erklärung sind Alexander Kluge, Edgar Reitz, Peter Schamoni und der Schauspieler Christian Doermer. Form und Folgen dieses Manifests sind oft und kontrovers diskutiert worden, auch unter den Aktivisten selbst. Ihre filmischen Arbeiten sind indes nie systematisch gesammelt und gesichert worden und galten überwiegend als verloren.