
Starke Frauenfiguren und deutsche Geschichte
Das Gespräch mit Margarethe von Trotta zu ihrem 70. Geburtstag
Bevor Margarethe von Trotta 1968 zu den jungen deutschen Filmemachern um Volker Schlöndorff und Rainer Werner Fassbinder stieß, hatte sie in Dinkelsbühl auf der Bühne gestanden und in Paris die Filme von Ingmar Bergman entdeckt. Sie wollte unbedingt Regie führen. Die Zeit des Aufbruchs - auch des Aufbruchs der Filmemacherinnen – kam ihr gerade recht. Geehrt mit internationalen Filmpreisen und - bisweilen - verrissen von der deutschen Filmkritik, fühlt sich Margarethe von Trotta ganz wohl zwischen allen Stühlen. Immer hat sie die Zuschauer/-innen mit starken Frauenfiguren und mit der deutschen Geschichte konfrontiert. Im nächsten Film wird es Hannah Arendt sein. Mit Margarethe von Trotta spricht Magdalena Kemper.