Aktueller Musiktitel:
Johannes Brahms
Ungarische Tänze für Klavier zu 4 Händen

Aktion

Bad Belzig von der Burg Eisenhardt aus; Foto: © Carsten Kampf

22.04.2012

9. kulturradio Wanderlust

Bad Belzig / Hoher Fläming

Sanft bergauf-bergab durch den Hohen Fläming nach Hagelberg und zurück zur Burg Eisenhardt

zur Veranstaltung
kulturradio am morgen (Foto: JGH)

Di 28.02.2012 06:05 - 09:00 Uhr

KULTURRADIO AM MORGEN

Am Mikrofon: Christian Detig

06:10 Das Porträt

Ibrahim Önal-türkischer Solotänzer des Staatsballets in "Romeo und Julia"

Wenn über Ballett-Aufführungen berichtet wird, dann stehe meist die Solo-Tänzer im Blickpunkt der Öffentlichkeit, jene die die Hauptrollen verkörpern, wie derzeit etwa Michail Khaniskin als Romeo im Berliner Staatsballett. Doch was wäre ein Ballett ohne all die anderen Tänzer. Romeo und Julia ist ja eine Geschichte, die auch auf der Ballett-Bühne mit vielen handelnden Personen erzählt wird. Grund genug für uns, einmal in die zweite Reihe zu schauen und den Blick auf Tänzer zu richten, die vielleicht nicht so oft im Rampenlicht stehen. Was zum Beispiel wäre der Romeo ohne seinen Gegenspieler Tybalt, jenen Cousin von Julia mit dem Romeo sich duellieren muss – ein Duell mit Folgen für die gesamte weitere Handlung.
In Berlin ist Tybalt in Wirklichkeit Ibrahim Önal – ein Türke im Deutschen Staatballett. Mirko Schwanitz stellt ihn uns vor.


 

Freitag, 02 .03. 19:00 Uhr:
Romeo und Julia Ballett in drei Akten nach William Shakespeare von John Cranko, Musik von Serge Prokofieff
Staatsballett
Deutsche Oper Berlin
Richard Wagner Str.10
10585 Berlin


Karten 28 - 86 €


ballett@staatsballett- berlin.de


06:45 Worte für den Tag

Pastor Marcus Schäfer, Glienicke

07:10 Kommentar

Brauchen wir ein "Zentrum für verfolgte Künste"?

Brauchen wir in Deutschland einen zentralen Ort, der an Künstler im Exil erinnert? Diese Frage haben jetzt zahlreiche Intellektuelle, Künstler und Wissenschaftler mit Ja beantwortet. In einem Brief an die Bundeskanzlerin fordern sie die Gründung eines Zentrums für verfolgte Künste. Jörg Magenau kommentiert.

07:45 Frühkritik

Filmkritik "Shame"

Shame ist das Porträt eines Sex-Süchtigen: Brandon (Michael Fassbender) lebt in New York und arbeitet in einer großen Werbeagentur. Ein smarter Typ, gutaussehend, erfolgreich und beliebt bei seinem Boss und seinen Kollegen. Hinter der hochglänzenden Fassade allerdings lauert ein Abgrund, eine große emotionale Leere. Die Luxus-Wohnung in Manhattan ist unpersönlich und leer, seine Freizeit verbringt er vor dem Fernseher oder auf irgendwelchen Porno-Seiten im Internet. Brandon wirkt wie der kleine Bruder von American Psycho: Er bringt zwar keine Menschen um, aber er hat ein ähnlich gestörtes Verhältnis zu menschlicher Nähe. Carsten Beyer hat sich den Film des amerikanischen Regisseurs Steve Mc Queen angesehen. 

08:10 Kultur aktuell

Gespräch zum 50. Jahrestag des Oberhausener Manifests

„Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen“, mit diesen Worten endet das vor genau 50 Jahren - am 28.2.1962 - bei den „Westdeutschen Kurzfilmtagen“ vorgestellte Oberhausener Manifest. Unterzeichnet hatten den Aufruf 26 junge Filmemacher, darunter Alexander Kluge, Edgar Reitz und Peter Schamoni. Wie lebendig ist das Erbe des Oberhausener Manifest 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung. Darüber sprechen wir mit Jutta Brückner.

 

 

Überblick über alle Veranstaltungen: www.oberhausener-manifest.com

08:45 Lesestoff

Sari Nusseibeh: "Ein Staat für Palästina?"

Der Philosoph Sari Nusseibeh wurde als Sohn wohlhabender Palästinenser 1949 in Damaskus geboren. Er studierte in Oxford und Harvard islamische Philosophie und lebt seit 1978 in Jerusalem. Er war ein führender Vertreter des gewaltfreien Widerstandes gegen die israelische Besatzung. 2002 ernannte ihn Jassir Arafat zum Repräsentanten der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Seit 1995 ist Nusseibeh Präsident der Al-Quds-Universität in Jerusalem. Sein autobiografisches Buch Es war einmal ein Land wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. In einem Interview in der ZEIT sagt Nusseibeh: "Ich fühle wieder Stolz als Araber". Seine These im Nahost-Konflikt: „. Die Israelis sagen: erst Sicherheit, dann Frieden. Die Palästinenser sagen: Wir brauchen Frieden, damit ihr Sicherheit haben könnt. Ich glaube, das ist erwiesen: Es gibt keinen wirklichen Frieden durch Sicherheit. Sicherheit muss aus einer Friedenslösung erwachsen; erst wenn die Leute die politischen Verhältnisse akzeptieren können, entsteht ein gesellschaftlicher Friedenszustand. Die Menschen müssen einen Anteil am System haben, damit es funktionieren kann.“ Sein neuestes Buch   Ein Staat für Palästina? widmet sich diesem Thema. Gerrit Bartels hat es gelesen.



 


Sari Nusseibeh: Ein Staat für Palästina?
Verlag Antje Kunstmann
208 Seiten
17,95 Euro

Stand vom 27.02.2012

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/120228/kulturradio_am_morgen_0605.html

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