Abbas Khider; Foto: Gregor Baron
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Das literarische Gespräch
Abbas Khider spricht mit Anne-Dore Krohn über seinen Roman "Ohrfeige"

Abbas Khider kam 1973 in Bagdad auf die Welt. Wegen politischer Aktivitäten wurde er verhaftet, als er 19 Jahre alt war, musste Haft und Folter erleben. Nach einer langen Fluchtodyssee quer durch Europa lebt er seit 2000 in Deutschland, mittlerweise in Berlin. In seinen Büchern erzählt er - autobiographisch geprägt - von Flucht, Folter und Emigration, vom Einwandern und Ankommen. 2008 erschien "Der falsche Inder", 2011 "Die Orangen des Präsidenten", 2013 "Brief in die Auberginenrepublik".

In "Ohrfeige" betritt ein Flüchtling die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Mit seinem neuen Buch meldet sich Abbas Khider als ein Autor zu Wort, dessen eigene Flucht ein paar Jahre zurückliegt. Doch seine Themen - Asylverfahren, Bürokratie, die Identität als Flüchtling - sind aktueller denn je.

Im Literarischen Gespräch erzählt Abbas Khider u.a., warum er während der Arbeit an diesem Buch nur am Wochenende die Nachrichten las, Asylbewerber immer zwei Lebensläufe haben und warum er auf keinen Fall als Vorzeigeeinwanderer verstanden werden möchte.

Zum Weiterlesen:
Abbas Khiders Roman "Ohrfeige" erscheint am 1. Februar 2016 im Hanser Verlag (224 Seiten, 19,90 Euro)