Deborah Feldman © M. Borthor

- DAS GESPRÄCH

Unorthodox
Frank Meyer im Gespräch mit Deborah Feldman

Die jüdische Satmar-Gemeinde in New York gilt als eine der strengsten ultra-orthodoxen Gemeinden in der ganzen Welt. Deborah Feldman ist dort groß geworden. Aber sie war schon als Kind nicht einverstanden mit der strikten Unterwerfung unter die Gemeinderegeln.

Die Satmarer haben sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, sie sehen im Holocaust eine von Gott verhängte Strafe. Um dieser Strafe in Zukunft zu entgehen, führen sie ein abgeschirmtes Leben nach rigiden Vorschriften: Sexualität ist ein Tabu, Ehen werden arrangiert, im Alltag wird Jiddisch gesprochen. Englisch gilt als verbotene, unreine Sprache.

In ihrem Buch "Unorthodox" erzählt Deborah Feldman vom Leben in der Gemeinde, von verbotener Literatur, ihrer Zwangsehe und vom Ausbruch aus dieser Welt.

Heute lebt sie in Berlin und sagt im Gespräch mit Frank Meyer: "An manchen Tagen könnte ich platzen vor Freude, so weit gekommen zu sein."

Buchhinweis

Deborah Feldman: "Unorthodox"

Aus dem amerikanischen Englisch von Christian Ruziska
Secession Verlag, Berlin 2016
ISBN 978-3-905951-79-0
Gebunden, 320 Seiten
20,00 Euro