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Vom Mond sind die Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Der Kulturhistoriker Bernd Brunner spürt den lunearen Wirkungen auf Naturphänomene, der Mondbetrachtung und –kartierung sowie der Rolle des Mondes in unserer Gedankenwelt nach. In die bildende Kunst, in Literatur und Musik hat das rätselhafte Licht am Nachthimmel Eingang gefunden – in vielen Kulturen in aller Welt. Der Mond wird mit Angst und Trost in Verbindung gebracht, mit warmen, romantischen Gefühlen und kaltem Schein, in dem sich Vampire und Werwölfe tummeln. Schon lange wird dem Mond Einfluss auf die menschliche Psyche und Physiologie zugeschrieben. Auch die Science Fiction kann nicht ohne den Mond auskommen. Die Raum- und Mondfahrt hat der Faszination keinen Abbruch getan. Man weiß mehr über den Mond, gleichzeitig sind neue Utopien und Mythen entstanden.
Brunners informatives Buch bringt ein breites Spektrum von Illustrationen und erzählt anschaulich, wie der Mond dem Forscherdrang der Menschen und ihrer Vorstellungskraft Flügel verlieh.
Michael Seyfert, kulturradio