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Noch einmal scheinen sie auf in ihrer Pracht und Schäbigkeit, die 70er und 80er, als Berlin-Schöneberg (fast) der Mittelpunkt alternativen Kunst- und Kulturlebens war. Der Ich-Erzähler, einst der Erfinder des Disco-Stroboskops, was ihn kurzfristig zum reichen Mann machte (s. B.C. Das Geschäftsjahr 1968/69), blüht nach einem Drogencrash und finanzieller und mentaler Pleite in der Mauerstadt wieder auf: "Nach Berlin gehen hieß, den Königsweg der Unangepassten zu nehmen."
Im Dschungel, im Café Mitropa und im Goltzstraßen-Café treffen sie sich: Die "Jungen Wilden", die Experimentalfilmer, Avantgarde-Autoren und gelegentlich taumelt auch Iggy Pop durchs Bild. Cailloux, der "gelernte Berliner" erzählt (selbst-)ironisch und sarkastisch von diesem schönen gedehnten Augenblick, von der "ambulanten Form der Existenz" und von der "schläfrigen Ekstase", die damals herrschte.
Der ultimative West-Berlin-Roman!
Claus-Ulrich Bielefeld, kulturradio