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Deutsche Oper Berlin | Tischlerei - Spotlights – 3. Tischlereikonzert

Bewertung:

Diese Konzertreihe bietet die anregende Gelegenheit, die Musiker auf Augenhöhe zu erleben, die sonst gemeinsam im Orchestergraben spielen.

Dazu hatten sie sich noch ihre jeweiligen Wunschstücke ausgesucht, was zu einem sehr vielfarbigen Programm führte. Sehr schön auch, dass die Musiker jeweils etwas zu ihren Wünschen erzählten.

So z. B. der Geiger Thomas Berg, der Weberns Fünf Sätze für Streichquartett einmal in einem japanischen Kloster gespielt hatte und das als intensivste Kammermusikerfahrung erinnerte. Man kann von einem spontan zusammengestellten Streichquartett nicht die gleichen Erwartungen haben wie von einem sehr lange schon zusammen spielenden Ensemble. Hier schlug man sich trotz einiger Intonationsschwankungen recht achtbar.

Die Akustik in der Tischlerei kann sehr wattig sein, was dem Klavierquartett Schumanns nicht so gut tat, zumal die Pianistin Tahmina Feinstein sich spieltechnisch und musikalisch zu sehr im Hintergrund hielt. Ganz anders der Pianist Daniel Heide, der mit dem Klarinettisten Georg Arzberger und einer Geigerin (das Programm blieb hier nebulös…) sehr packend Bartóks "Contrasts" darbot, mit rhythmischer Souveränität und Spielfreude.

Werner Kirchners "Der Mann mit dem Hammer in der Tasche" bot jede Menge jazzigen Slapstick für ein grooviges Blechbläserquintett. Eine gelungene Serie!

Clemens Goldberg, kulturradio

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