Herbert Blomstedt © Martin U.K. Lengemann
Martin U.K. Lengemann
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Philharmonie Berlin - Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert Blomstedt

Bewertung:

Mit András Schiff, Klavier

Im späten Klavierkonzert Bartoks ziehen seine musikalischen Erfahrungen wie in einem Erinnerungsstrom durch Orchester und Solist. Beide wissen sehr gut mit jedem Detail Bescheid, man kommuniziert. Allerdings sind die vertrackten Rhythmen der Ecksätze nicht ganz des Forte des Dirigenten und des Orchesters, man ist etwas hartnäckig anstatt wirklich energetisch am Werk. Andras Schiff wie immer sehr nobel und klangsinnlich. Der langsame Satz mit Meereshorizont und Vogelstimmen ist dagegen memorabel, wunderbar erfasst und vermittelt.

Ergreifend

Bei Brahms 1. ist Blomstedts größte Qualität der Überblick, der Fluss, die große Linie. Sein Dirigat ohne Taktstock führte allerdings im 1. Satz zu Tempoverschiebungen zwischen ihm und dem Orchester, Nahtstellen gerieten ins Ungefähre. Im Verlauf allerdings stimmte man sich aufeinander ein so dass vor allem das Allegretto schwerelos und der Finalsatz ergreifend gelangen.

Clemens Goldberg, kulturradio

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