Dirigent Herbert Blomstedt © Martin Lengemann
M. Lengemann
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Konzerthaus Berlin - Hommage an Alfred Brendel | Wiener Philharmoniker

Bewertung:

Alfred Brendel hat Beethovens Klavierkonzerte häufig aufgeführt, als Hommage dirigierte sein Weggefährte Herbert Blomstedt Beethovens 3. Klavierkonzert. Brendel-Schüler Kit Armstrong übernahm den Solopart.

Unter den Augen seines Meisters Alfred Brendel spielt sein jetzt schon sehr arrivierter Schüler Kit Armstrong sehr fein, vielschichtig, farbig, innig, mit hoher spielerischer Intelligenz.

Kit Armstrong © Neda Navaee
Kit Armstrong © Neda Navaee

In Beethovens 3. Klavierkonzert fehlt ihm nur gelegentlich das Sperrige, Aufbrausende der Musik. Leider wird sein musikalisches Angebot vom berühmten Orchester fast komplett ignoriert, auch Altmeister Blomstedt ruft nur die quadratisch praktisch gute Version von vor Jahrzehnten ab. Schade!

In Bruckners 4. greifen Dirigent und Orchester auf eine reiche Erfahrung zurück. Magisch wird es nur selten. Viel Probezeit hat man wohl nicht gehabt, und mancher Solist im Orchester hat nicht den besten Abend erwischt. Es klingt nicht wirklich frei, kein Vergleich mit den Berliner Philharmonikern oder der Staatskapelle Dresden.

Erst im Finale merkt man, dass hier bewegte und engagierte Musiker sich wirklich bewegen lassen und auch ihr Publikum damit überzeugen. Etwas spät.

Clemens Goldberg, kulturradio

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