Konzerthaus Kammerorchester © Uwe Arens
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Konzerthaus Berlin - Konzerthaus Kammerorchester

Bewertung:

Einojohani Rautavaara, Sibelius und Grieg in der ersten Häfte und dann! Finnischer Tango, der unmittelbar berührt.

Sayako Kusaka © Uwe Arens
Sayako Kusaka © Uwe Arens

Das Kammerorchester des Konzerthauses nimmt uns mit nach Skandinavien. Zuerst nach Finnland mit Einojohani Rautavaara auf Land, mit derber Dorfmusik. Das könnte parodistischer klingen, mehr Mut! Dann eine etwas harmlos, eher unbekannte Suite von Sibelius, Sayako Kusaka spielt den Solo-Violinpart etwas spröde, alles im ordentlichen Bereich. Die allbekannte Suite im alten Stil des Dänen Grieg etwas fest, etwas zu unflexibel, ordentlich.

Und dann die zweite Hälfte! Finnischer Tango, der unmittelbar berührt. Und zwar weil man beim singenden Cellisten Taneli Turunen die ganze Tiefe der Emotion spürt, weil er toll singt, weil er charmant moderiert, bis ins kabarettistische Fach. Und noch mehr, weil Valentin Butt ein begnadeter Bajan-Spieler ist, mit dem richtigen Timing, mit Lust, die zu Klang wird und die Seele trifft.

Das Orchester lässt sich mitziehen, es wird nicht wirklich zum Tango-Orchester, aber was soll’s! Zwar tanzt man diese Art Tango nicht, aber im Kopf, da zündet er!

Clemens Goldberg, kulturradio

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