Riccardo Muti © BPh/Todd-Rosenberg
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Philharmonie Berlin - Berliner Philharmoniker und Riccardo Muti

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Schon seit den Siebziegerjahren pflegen das Orchester und der Dirigent eine enge künstlerische Partnerschaft. Gestern leitete er die 4. Sinfonien von Franz Schubert und Peter Tschaikowsky.

Die frühen Sinfonien Schuberts erleben gerade eine besondere Beachtung – Konzerte und Einspielungen häufen sich. Die hat man dann, z. B. von der Kammerakademie Potsdam, als Referenz.

Ricardo Mutis matte Interpretation hat da keine Chance mitzuhalten. Kaum Spannung, alle energetischen, überdreht festlich heiteren Aspekte bleiben seltsam dumpf. Nur der Finalsatz à la Mendelssohn wird zum duftend virtuosen Meisterstück der Philharmoniker – dafür brauchen sie kaum einen Dirigenten.

Wesentlich heftiger und spannungsreicher wird dann das Schicksal in Tschaikowskys 4. Sinfonie beschworen. Auch hier gibt es viele Kabinettstücke der Philharmoniker, man sieht viele glückliche Gesichter im Orchester. Muti hält das alles gut zusammen, wenig Zeichengebung. Aber eine eigene Interpretation des Maestros ist kaum erkennbar. Alles bleibt erwartbar.

Wenn man böse ist, nennt man so etwas "gepflegte Klassik" – aber so böse bin ich nicht. Einfach erwartbar auf hohem Niveau musiziert, die Philharmoniker haben so etwas selbst im Repertoire.

Clemens Goldberg, kulturradio

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