Imogen Cooper; © Sussie Ahlburg
Sussie Ahlburg
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Philharmonie Berlin - Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker, Imogen Cooper, Klavier

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Eine Uraufführung und eine deutsche Erstaufführung machten das Programm des Abends besonders interessant. Die Philharmoniker und Simon Rattle in waren aufgekratzter und spielfreudiger Laune.

Eine Uraufführung und eine deutsche Erstaufführung machten das Programm der Philharmoniker besonders interessant. Thomas Adès lieferte eine neue Instrumentalsuite seiner Erfolgsoper "Powder her Face". Die Abenteuer der lebenslustigen Herzogin Argyll werden höchst kurzweilig tänzerisch geschildert. Auf Dauer vielleicht etwas zu lang, aber brillant. Die Philharmoniker und Simon Rattle in ebenfalls aufgekratzter und spielfreudiger Laune.

Musikhistorisch interessant

Der "Chant funèbre" Strawinskys auf denTod Rimsky Korsakows wurde in einer Besenkammer des Petersburger Konservatoriums wiederentdeckt. Es ist musikhistorisch interessant, dieser Gespensterstunde mit viel Chromatik zu lauschen, aber ein ebenbürtiges Werk Strawinskys mit seinen bekannten Werken ist es wohl doch nicht.

Simon Rattle schaut offenbar jetzt zurück auf seine Anfänge in Berlin. 1991 war auch Imogen Cooper die Solistin in einem Mozart Konzert. Es wurde kommunikativ und freudig musiziert, manche Schärfungen und Zuspitzungen hätten dem Konzert gut getan. Cooper neigt etwas zum Verwaschen von Phrasenenden und in lauten Passagen zu Robustheit, aber das sah man ihr gerne nach.

Sensationell die Tiefenschärfe und Freiheit, die Rattle mit den Philharmonikern im "Sacre" erreicht. Im zweiten Teil ließ zwar etwas die übergeordnete Geschichte nach, das Detail gewann die Oberhand. Trotzdem äußerst eindrucksvoll. Das Fagott-Solo am Anfang habe ich noch nie so verloren und frei gehört.

Clemens Goldberg, kulturradio

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