Anton Caldara: Salve Regina – Musik zum Lob der Maria; Montage: rbb

Vokalmusik - Anton Caldara: Salve Regina – Musik zum Lob der Maria

Bewertung:

"Salve Regina" heißt die CD, die die Vokalakademie Berlin unter der Leitung von Frank Markowitsch und begleitet vom Bassano Ensemble Berlin herausgegeben hat.

Die CD enthält Musik zum Lob der Gottesmutter Maria, komponiert von Antonio Caldara. Maria wird ja vor allem in der katholischen Kirche ein wichtiger Platz eingeräumt. Sie ist ein Vorbild für eine gute Lebensführung und wird angerufen, um Fürbitte bei Gott einzulegen.  

Maria und die Musik

Maria hat nicht nur die Maler zu unzähligen Bildern angeregt, sie hat auch Komponisten, wie Antonio Caldara, zu den unterschiedlichsten Werken inspiriert. Und weil Maria an verschiedenen Stellen im Gottesdienst und im Kirchenjahr einen besonderen Platz einnimmt, gibt es ganz unterschiedliche Kompositionen zu Maria.

So werden auf dieser dramaturgisch geschickt aufgebauten CD Marias Lebensstationen von Jesu Erwartung bis zum Kreuzestod musikalisch vom Magnificat bis zum Stabat Mater nachvollzogen. Dadurch entsteht auch musikalisch eine große Abwechslung (große Besetzungen, mit Soli, nur kleine Besetzung, nur instrumental etc.), die der CD zu Gute kommt. Der musikalischen Höhepunkt, das großangelegte Stabat Mater, schließt die CD ab.

Professionell und stilgerecht

Die jungen, professionellen Sängerinnen und Sänger scheinen dieses Repertoire sehr gerne zu singen, denn alles klingt beseelt und emotional unterfüttert. Der Chor verfügt über einen ausgeglichenen Klang, obwohl er voller klingt als andere Kammerchöre. Vielleicht ist das die Folge der Stimmbildung, die hier von einer Gesangslehrerin als Einzelstimmbildung durchgeführt wird, nicht als Chorische Stimmbildung.

Der Klang ist jung, hell und ausgewogen. Alles ist perfekt studiert, der Chor akzentuiert und phrasiert sehr gut, singt stilgerecht und versteht es auch, die Töne strömen zu lassen.

Die Solisten kommen aus dem Chor, fallen dadurch nicht heraus und sind auch für diese Musik besonders geeignet. Erwähnen muss man auch das vorzügliche Begleitensemble, das hier auch eine Solo-Nummer beisteuert. Es hat sich dem Chorklang anpasst und gibt sozusagen den Pulsschlag.

Schön, dass Chorleiter Frank Markowitsch diesen Chor weiterführen möchte, obwohl er nunmehr als Professor für Chorleitung nach Freiburg wechselt und deshalb seinen zweiten Berliner Chor, den Chor des Jungen Ensembles Berlin, nach fast 20 Jahren abgibt. So kann man hoffen, dass die Vokalakademie Berlin weitere, so gelungene CDs produzieren wird.

Astrid Belschner, kulturradio

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