Cécile Chaminade: Kammermusik © mdg | Montage: rbb
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Kammermusik - Cécile Chaminade: Kammermusik

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Mit rund 400 Kompositionen hat die französische Komponistin Cécile Chaminade (1857-1944) ein beträchtliches Werk hinterlassen. In ihrer frühen Kammermusik offenbart die Pianistin dabei ein besonders inniges Verhältnis zur Geige.

Wunderkind

Von der Mutter - gegen den Willen des Vaters - gefördert und mit ersten Erfahrungen am Klavier ausgestattet, bekommt Cécile Chaminade schon im Alter von 8 Jahren Unterricht am Pariser Konservatorium. George Bizet setzt sich für das junge Wunderkind ein, ermöglicht, dass Cécile bei Benjamin Godard zusätzlich auch Kontrapunkt und Harmonielehre studiert. Mit 18 ist Cécile deshalb in der Lage, in ihren Konzerten durchweg eigene Stücke zu spielen, darunter auch das Trio op. 11, dass dem berühmten belgischen Geiger und Professor am Pariser Konservatorium Martin Marsick gewidmet war.

Klavier und Geige

Marsicks Geigenspiel inspiriert die junge Cécile zu weiteren, vielleicht ihren schönsten Kompositionen: spätromantische Duos für Klavier und Geige wie das "Capriccio op. 18"  oder die "Trois Morceaux op. 31".  So wie einst Cécile Chaminade diese Musik mit Martin Marsick aufgeführt hat, präsentieren auf der CD nun die Geigerin Julia Galic und der Pianist Johann Blanchard diese innigen Dialoge. Dabei nimmt sich die Geigerin hörbar die Freiheit einer leichten Dominanz, ganz im Sinne von  Cécile Chaminade, die - vielleicht als Ehrerbietung für Martin Marsick - das Verhältnis zwischen Geige und Klavier so festgelegt hat.

Trio Parnassus © Licht-Schein Fotografie
© Licht-Schein Fotografie

Balance

"Salonmusik" - mit diesem Begriff wird Chaminades eleganter spätromantischer Stil gern abgetan. Die 1944 in Monte Carlo gestorbene Komponistin aber verdient es, mit ihrer ambitionierten Kammermusik, mit ihren hinreißenden Trios und Duos wiederentdeckt und aufgeführt zu werden. So wie jetzt mit dieser CD, auf der das Trio Parnassus  den musikalischen Einfallsreichtum und die emotionale Hingabe dieser Komponistin in einem fein ausbalancierten Zusammenspiel hörbar werden lässt.

Hans Ackermann, kulturradio

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