Mendelssohn: Lieder im Freien zu singen © Carus | Montage: rbb

Vokalmusik - Mendelssohn: "Lieder im Freien zu singen"

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Frieder Bernius wird in wenigen Tagen 70 Jahre alt. Aus diesem Grunde ist die CD "Lieder im Freien zu singen" von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Kammerchor Stuttgart erschienen.

Einmaliger Klang

Frieder Bernius ist ein anerkannter und international gefragter Dirigent. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der "Kammerchor Stuttgart", das "Barockorchester Stuttgart", die "Hofkapelle Stuttgart" und die "Klassische Philharmonie Stuttgart".

Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere hat er schon als 20-Jähriger gelegt, als er den "Kammerchor Stuttgart" gegründet hat, der sich zu einem Leuchtturm seines Wirkens entwickelt hat.

Schon von Beginn an hat er am Klang des Chores gefeilt, der noch heute sein Markenzeichen ist: er klingt individuell und erkennbar - dazu ausgewogen, beweglich, schlank, lupenrein in der Intonation und textverständlich mit ausbalancierter Vokalfärbung. Und alles, was der Chor singt, geschieht in absoluter Gemeinsamkeit.

Immer die richtige Klangfarbe

Frieder Bernius wird besonders für seine Mendelssohn-Interpretationen geschätzt – und auch hier beweist er, dass ihm und seinem Chor die Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy besonders liegen.

Ob ein einfaches Strophenlied im volksliednahen Stil oder ein durchkomponiertes Lied, das viele Gefühlsfacetten beschreibt – der Chor findet unter seiner Leitung immer den richtigen Gestus und die richtige Klangfarbe.

Die einzelnen Stimmen verschmelzen in diesem Chor wie ein Instrument. Dabei singt der Chor durchaus mit emotionaler Beteiligung, aber er hält seine Emphase im Zaum und bleibt kontrolliert, um nicht ins "Zu-Schöne" abzugleiten, was immer bestens gelingt.

"Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen", schrieb einmal die ZEIT – dem kann ich mich nur anschließen.

Astrid Belschner, kulturradio

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