Mendelssohn: Sinfonien 1-5 © Deutsche Grammophon | Montage: rbb
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Gesang - Mendelssohn: Sinfonien 1-5

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In einer neuen CD-Box widmet sich der kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin den fünf Symphonien von Felix Mendelssohn. Der Dirigent wird hoch gehandelt, man war sicherlich auf der Suche nach etwas, an dem sich sein Name neuerlich bewähren kann.

Dass man für einen der großen Shooting-Stars der jüngeren Dirigenten-Generation ausgerechnet die fünf Symphonien Mendelssohns ausgewählt hat, scheint auf den ersten Blick kommerzielle Willkür. Yannick Nézet-Séguin, meist nur "Yannick" gerufen, ist als Chef des Philadelphia Orchestra und als designierter Nachfolger von James Levine an der Metropolitan Opera längst ganz oben angekommen. Und doch stellt er mit dieser drei CD-Box sein Können bestrickend gut unter Beweis.

Shooting-Star

Dass man für einen der großen Shooting-Stars der jüngeren Dirigenten-Generation ausgerechnet die fünf Symphonien Mendelssohns ausgewählt hat, scheint auf den ersten Blick kommerzielle Willkür. Yannick Nézet-Séguin, meist nur "Yannick" gerufen, ist als Chef des Philadelphia Orchestra und als designierter Nachfolger von James Levine an der Metropolitan Opera längst ganz oben angekommen. Und doch stellt er mit dieser drei CD-Box sein Können bestrickend gut unter Beweis.

So hält diese Neuaufnahme die arithmetische Mitte zwischen historiserenden Aufnahmen wie der vom Freiburger Barockorchester unter Pablo Heras-Casado (dessen Zyklus noch nicht fertig ist) und der klassischen Einspielung mit dem London Symphony Orchestra mit Claudio Abbado. Beim "Lobgesang" gelingt Nézet-Séguin sogar eine bemerkenswert flotte, umstandslose Lesart. Ein Hauptfehler vieler Mendelssohn-Interpreten, nämlich das Teutonische, wird konsequent vermieden. – Man versteht, warum Nézet-Séguin, der auf der Bühne gern das Spring-Bärchen gibt, in Philadelphia so geschätzt wird. Dieser Zyklus besteht nahezu jeden Lackmustest.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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