Richard Strauss: Werke für Oboe und Orchester; Montage: rbb
Bild: BIS Records

Orchester - Richard Strauss: Werke für Oboe und Orchester

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Mit dem Oboenkonzert aus dem Jahr 1945 hat Richard Strauss wenige Jahre vor seinem Tod noch einmal an die unkomplizierte Schönheit seiner Jugendwerke angeknüpft.

Das Werk des Komponisten Richard Strauss (1864-1949) reicht von der Spätromantik bis zur Moderne. Die für die CD ausgewählte Musik repräsentiert interessante Eckpunkte dieses langen künstlerischen Lebens: die frühe Bläserserenade Es-Dur op. 7 ist um das Jahr 1880 entstanden, ein Jugendwerk, noch ganz im Geist von Schubert und Brahms.

Amerikanische Freundschaft

Mehr als  60 Jahre später hat Strauss 1945 dann mit dem Oboenkonzert ein Werk komponiert, das in seiner Schönheit und Einfachheit an glückliche Zeiten erinnert und dem gerade überwundenen Schrecken des 2. Weltkrieges überaus friedvolle Musik entgegensetzt. Tatsächlich hatte der amerikanische Soldat und renommierte Oboist des Philadelphia Orchestra, John de Lancie den Komponisten im Mai 1945 in Garmisch besucht und Strauss um ein Konzert für sein Instrument gebeten.

Russische Virtuosität

Im Mittelpunkt der CD steht der russische Oboist Alexei Ogrintchouk, der mit seinem erlesenen Ton beweist, dass er zu den weltbesten Vertretern seines Faches gehört. Ausgebildet am renommierten Gnessin-Institut in Moskau, lehrt er heute selbst als Professor für Oboe in Genf und Den Haag und ist seit mehr als zehn Jahren Solo-Oboist des Amsterdamer Royal Concertgebouw Orchestra.

Lettische Leitung

Die beiden Werke für Bläserensemble hat Alexei Ogrintchouk mit seinen Amsterdamer Mitmusikern einstudiert. Beim Oboenkonzert leitet Andris Nelsons, der vom kommenden Jahr an auch Chefdirigent in Leipzig sein wird, den exzellenten Klangkörper. So ist eine CD entstanden, auf der die Musik von Richard Strauss in allerbester Qualität interpretiert wird.

Hans Ackermann, kulturradio

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