Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 | Paganini-Rhapsodie; Montage: rbb
Bild: Alpha Classics

Kammermusik - Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 | Paganini-Rhapsodie

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Wo man hinschaut – alle sind begeistert von Anna Vinnitskaya. Woran liegt das?

Anna Vinnitskaya gehört inzwischen zu den Überfliegern unter den jungen, aufstrebenden Pianisten. Sie hat eine brillante Technik und das richtige Gespür für Vermarktung.  Der Pianistin scheint das gesamte Klavierrepertoire in die Finger gegeben worden zu sein – ihr Herz schlägt aber offenbar für das Repertoire des vergangenen Jahrhunderts. Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 und die Rhapsodie über ein Thema von Paganini sind die nächsten wichtigen Meilensteine ihrer Karriere.

Anna Vinnitskaya; © Esther Haase
Anna Vinnitskaya; © Esther Haase

Kein Wunder, dass sich die Kritiken über ihre Konzertabende vor Begeisterung überschlagen: Anna Vinnitskaya ist eine Pianistin, die genau weiß, was sie am Klavier tut, die nicht dick aufträgt. Sie spielt jede Note und jedes Arppegio sehr klar und gibt jeder Melodie richtigen Klang.

Sie reiht sich damit in die Tradition Rachmaninows ein. Mit einem wichtigen Unterschied: Sie arbeitet sehr deutlich heraus, was das Klavier in diesem monumentalen Konzert und in den Paganini-Rhapsodien alles leistet, ohne dabei auf die Pathostube zu drücken. Das liegt daran, dass sie die immensen technischen Herausforderungen sportlich elegant meistert, die NDR Elbphilharmonie unter Krzysztof Urbański ordentlich vor sich her treibt und sich nicht komplett dem hypnotischen Sog des Konzertes ausliefert.

Aus dieser Aufnahme sprüht der Ruf: Das Konzert geht auch ohne Pathos! Und es ist trotzdem famos!

Christin Gottler, kulturradio

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