Mendelssohn - Werke für Cello und Klavier; © BIS
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Kammermusik - Mendelssohn - Werke für Cello und Klavier

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Christian Poltéra und Ronald Brautigam spielen Werke für Violoncello und Klavier, die Felix Mendelssohn Bartholdy einst zusammen mit seinem jüngeren Bruder Paul aufgeführt hat.

Drei große Kammermusikwerke aus drei verschiedenen Jahrzehnten bilden das Programm dieser CD: die frühen Variationen op. 17 mit denen der junge Felix 1829 zum ersten Mal für die Kombination aus Violoncello und Klavier komponiert hat, sowie die beiden Sonaten op. 45 und op. 58, die im Abstand von jeweils zehn Jahren entstanden sind.

Alle drei Werke sind Mendelssohn Bartholdys jüngerem Bruder Paul gewidmet, der als Amateur mit diesen technisch anspruchsvollen Werken sicherlich herausgefordert gewesen sein dürfte.

Gesprächig

So komplex und polyphon die Musik teilweise auch ist, sie verliert nie ihre jugendliche Leichtigkeit und ihren gesprächigen Charme. Diese Eigenschaft von Mendelssohn Bartholdys Kammermusik lässt die Interpreten durchgängig einen ebenso leichten wie gesprächigen Ton anschlagen.

Original

Die Musik erklingt dabei in der originalen Klangsprache, denn beide Instrumente – Ronald Brautigams Hammerflügel, gebaut nach einem Original von 1830 und Christian Poltéras Stradivari-Cello, das er bei dieser Aufnahme mit einem "sehr weichen Bogen" aus dem Jahr 1825 spielt – ähneln klanglich den Instrumenten, die Mendelssohn und sein Bruder in ihrer Zeit gespielt haben.

Einmalig

Nur ein einziges Mal hat Felix Mendelssohn Bartholdy der von ihm erfundenen Klaviergattung "Lieder ohne Worte" ein Duett hinzugefügt, fertiggestellt 1847, im Jahr seines allzu frühen Todes. Dieser "Romance sans parole" op. 109 wären sonst vielleicht noch weitere ähnliche Werke gefolgt. So aber ist diese von wunderbarer Melancholie bestimmte Miniatur für Violoncello und Klavier ein Unikat geblieben.

Hans Ackermann, kulturradio

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