Pretty Yende: Dreams © Sony
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Gesang - Pretty Yende: Dreams

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Pünktlich mit einem Jahr Abstand hat die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende ihre zweite Solo-CD vorgelegt. Wieder singt sie Arien des französischen und des italienischen Repertoires. Im Auge behalten?

Auf ihrer (mit einem Jahr Abstand erschienenen) zweiten CD bleibt die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende demselben Repertoire-Kreis aus Belcanto-Werken und französischer Oper verpflichtet wie zuvor. Der Sopran der 32-Jährigen wirkt gefestigt, aber auch etwas unlockerer.

Höhensicher

Die Textverständlichkeit ist mittelprächtig (und offenbar nicht vordringliches Interesse der Sängerin). Der brillant höhensichere Sopran jedoch ist nach wie vor mit reizvollen, dramatischen Wolken hinterlegt. Sie führen dazu, dass Yende selbst sogenannten "Nachtigallen"-Rollen leichte Raubvogelaspekte abzugewinnen versteht. Das Orchestra Sinfonica di Milano "Giuseppe Verdi" (dessen erster Chef einst Riccardo Chailly war) begleitet im italienischen Fach idiomatischer als bei Meyerbeer ("Dinorah") und Gounod.

Verwechselbar

Eine gewisse, schulgerechte Neutralität des Vortrags führt dazu, dass diese CD erfreulich ist, ohne mit großen Vorgängerinnen von Maria Callas über Montserrat Caballé bis zu Joan Sutherland auch nur im Entferntesten konkurrieren zu können. Dazu bleiben die Charaktere schlicht zu verwechselbar. Außer, um den Hype um die Sängerin am Laufen zu halten, gibt es keinen ersichtlichen Grund für die CD.

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio

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