„Dieses Werk ist und bleibt ein Monstrum“ – so beschrieb Max Reger sein einziges Violinkonzert.1908 wurde es von dem Geiger Henri Marteau im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt. Seitdem findet man es nicht allzu oft auf Konzertprogrammen und noch seltener auf CD.
Alles klingt irgendwie nett, wohlerzogen und leicht distanziert: komfortabel wie die Flughafen-Lounges internationaler Business-Klassen. Alle wollen alles spielen. Doch so klingt es dann auch.
So sehr man spontan das verbindende Element der Modalität empfindet, so elementar ist der Kontrast zwischen dem kompositorischen Gefüge der westlichen und der improvisatorischen Anlage der östlichen Musik.