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Wenn der Fernfahrer Don Pedro mit einer Ladung ukrainischem Knoblauch nach Marokko unterwegs ist, ist das nicht der alleinige Grund seiner Fahrt. Denn in Marokko nimmt er Flüchtlinge auf, um sie hinter das Gemüse gepfercht nach Europa zu schmuggeln. Mit diesem Geschäftsmodell verdienen Pedro und sein Partner Jimmy gut – auch wenn sie das Geld nicht zu interessieren scheint.
Die Probleme beginnen, als sich eine junge Frau weigert, in den Hohlraum des LKWs zu kriechen. Stattdessen nimmt sie mit ihrem kleinen Sohn in der Fahrerkabine Platz. Sie will nach Genf, wo sie den Vater ihres Kindes, einen UN-Beamten, mit seiner Verantwortung konfrontieren möchte. Auf der gemeinsamen Fahrt finden die selbstbewusste junge Frau und der abgeklärte Truckfahrer eine gemeinsame Ebene.
In seinem ersten Spielfilm verbindet der Österreicher Wagenhofer die großen Themen, die ihn auch in seinen Dokumentarfilmen schon beschäftigten und die unsere globalisierte Welt ausmachen: Menschenschmuggel, aberwitzige Transportwege quer durch Europa für Gemüse, das Engagement Weniger, die Hoffnung auf ein besseres Leben Vieler. Die Handschrift des Dokumentarfilmers bleibt immer spürbar: Wir begegnen den Orten und Problemen, die wir aus Let's make Money oder We feed the World kennen nun unter anderen Vorzeichen.
Black Brown White will viel und löst sicher nicht alles ein, ist aber doch ein gelungenes Spielfilmdebüt.
Christine Deggau, kulturradio