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David (James Marsden) und Amy Sumner (Kate Bosworth) sind ein junges Ehepaar, das von Kalifornien in ein altes Farmhaus im Süden der USA zieht. David ist Hollywood-Drehbuchschreiber, der mal ein bisschen Ruhe braucht, für Amy – eine erfolgreiche Schauspielerin – ist es dagegen die Rückkehr in ihre alte Heimat, die sie nach der High School verlassen hatte. Das Glamour-Pärchen ist von Anfang ein Fremdkörper in Blackwater, Mississippi. Hier ist man traditionell konservativ: Die Arbeit, der Kirchgang und das traditionelle Football-Match am Wochenende bestimmen das Leben der Rednecks, bei den jungen Männern sind es Frust, Langeweile und der Alkohol.
Der Konflikt zwischen den Alteingesessenen und den Neuzugezogenen schaukelt sich schnell hoch. Was mit bissigen Kommentaren in der Kneipe beginnt, mündet bald in Streitereien und Handgreiflichkeiten. Besonders die Clique um Amys Ex-Freund Charlie (Alexander Skarsgård) macht immer wieder Ärger. Als der Amy eines Tages in ihrem Haus vergewaltigt, muss David sich entscheiden: Will er dem Konflikt weiter aus dem Weg gehen oder sich und seine Frau verteidigen?
Nichts für Zartbesaitete
Das Remake von Rod Lurie ist kein bisschen weniger brutal und gewalttätig als das Original von Kultregisseur Sam Peckinpah aus dem Jahr 1972. Vor allem die Schluss-Sequenz, wenn es im Haus der Sumners zum blutigen Showdown kommt, ist nichts für Zartbesaitete. Spannend und psychologisch interessant ist Straw Dogs aber dennoch. Regisseur Rod Lurie arbeitet viel mit Parallelmontagen und schnellen Schnitten: Besonders gut gelingt ihm das bei einem Football-Spiel gegen Ende des Films. Die sublimierte Aggression auf dem Rasen bricht sich Bahn in den Gesichtern der Zuschauer – und jeder spürt: Hier platzt gleich der Lack ab, hier werden gleich die Konventionen des menschlichen Zusammenlebens verletzt.
Sam Peckinpah hatte immer ein sehr pessimistisches Menschenbild in seinen Filmen. "Picasso of Violence" wurde er auch genannt. Rod Lurie schließt sich dieser Sichtweise an. Auch wenn er das Ganze aus einem etwas anderen Blickwinkel erzählt, der Fatalismus und die Gewaltspirale des Originals bleiben erhalten.
Carsten Beyer, kulturradio