Das System ©2011 FILMLICHTER / Stephanie Kulbach

Mi 11.01.2012

Film

"Das System"

Bewertung: zwiespältig

1989 geboren, verdingt Mike sich in seiner Heimatstadt Rostock als Kleinkrimineller. Alles ändert sich als er dem stadtbekannten Macher und Geschäftsmann Konrad Böhm in die Arme läuft. Der will ein ganz großes Ding drehen und sucht einen Assistenten. Außerdem hat er aus persönlichen Gründen ein Auge auf Mike geworfen, der der Sohn seines ehemals besten Freundes ist. Dachte Marc bisher immer, sein Vater sei Schrotthändler gewesen, erfährt er durch Böhm von dessen Stasi-Machenschaften und vieles mehr – aus einer ganz privaten Geschichte wird eine politische...

Zum einen geht es geht um Deutschland heute und die DDR damals. Darum, wie sicher sich z.B. ehemalige Stasi-Mitarbeiter seit der Wende bewegen und Geschäfte machen. Um das Schweigen. Zum anderen ist dieser Film ist eine Vater-Sohn-Geschichte, die Suche des Sohnes nach seinen Wurzeln.

Das System – Alles verstehen heißt alles verzeihen ist ein durchaus ambitionierter Film über das deutsche Schweigen. Doch anders als in seinen Dokumentationen – besonders eindrucksvoll ist Jeder schweigt von etwas anderem - lässt die Geschichte zu viele Fragen offen und bedient zu viele Klischees. Das Spielfilmdebüt eines Dokumentarfilmers, das leider nicht überzeugt.
Christine Deggau, kulturradio

Stand vom 11.01.2012

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.kulturradio.de/rezensionen/film/20120/das_system.html

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