"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
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Drama - "Passengers"

Bewertung:

Eine Science-Fiction-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Ein Kammerspiel vor aufwändiger Kulisse.

120 Jahre dauert die Reise des Raumfrachters Avalon – von der Erde zur galaktischen Kolonie Homestead II, die den 5000 Passagieren an Bord ein neues Zuhause bieten soll. Damit die Neusiedler ihr Ziel noch zu Lebzeiten erreichen, wurden sie vor dem Abflug in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Computergesteuert und mit einer Androiden-Crew bemannt zieht die Avalon ihre einsamen Kreise durch das Sonnensystem. Doch für zwei Passagiere des Raumfrachters ist der Schlummer früher beendet als erwartet.

Nach einem technischen Defekt – ausgelöst durch einen Meteoritensturm - erwachen nacheinander der Mechaniker Jim Preston (Chris Pratt) und die Journalistin Aurora Lane (Jennifer Lawrence) aus ihren Schlafkammern – mehr als 90 Jahre zu früh. Und obwohl das Raumschiff den Beiden jeden erdenklichen Komfort bietet – eines ist klar: Für sie ist die Avalon von nun an ein fliegendes Grab. Denn in 90 Jahren, wenn die anderen Passagiere wieder aufwachen und das Raumschiff sein Ziel erreicht hat, werden sie längst tot sein. Trotz ihrer verzweifelten Lage entwickeln die Beiden romantische Gefühle füreinander, bis die Indiskretion eines Androiden das junge Glück in Frage stellt …

"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH

Romanze mit nur zwei Schauspielern

Sci-Fi-Romanzen hat es in der Filmgeschichte schon einige gegeben, selbst bei StarWars oder StarTrek funkt es gelegentlich zwischen einzelnen Crewmitgliedern. Der norwegische Regisseur Morten Tyldum treibt das Genre nun auf die Spitze, denn in "Passengers" spielen tatsächlich nur zwei Schauspieler - eine Art Kammerspiel vor extrem aufwändiger Kulisse. 120 Millionen Dollar hat dieser Film gekostet. Kein Wunder, dass viele Hollywood-Studios das Drehbuch zunächst ablehnten - aus Angst, mit einer vergleichsweise unspektakulären Geschichte das enorme Budget am Ende nicht wieder reinzuholen.

"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH

Spektakuläre Bilder ohne relevante Geschichte

Das Drehbuch von "Passengers" hat eine Menge Potenzial, doch leider sind weder Chris Pratt noch Jennifer Lawrence in der Lage, es umzusetzen. Blutleer und routiniert hangeln sich die beiden Hollywood- Stars ("Jurassic Park", "Silver Linings") durch die Geschichte, anstatt psychologischer Tiefe gibt es nur Beziehungs-Klischees von der Stange. Einzig Michael Sheen als verständnisvoller Barmann-Androide Arthur sorgt für ein paar schauspielerische Akzente.

"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH
"Passengers" © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH

Wer sich bei einem Science-Fiction-Film in erster Linie für spektakuläre Bilder und technische Gimmicks interessiert, der mag an "Passengers" Gefallen finden. Wer allerdings ein bisschen mehr erwartet, zum Beispiel eine spannende, interessante oder zumindest relevante Geschichte, der sollte diesen Film besser meiden.

Carsten Beyer, kulturradio

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