T2 Trainspotting | Jonny Lee Miller, Ewan McGregor © Sony Pictures Releasing GmbH
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Berlinale 2017 - "T2 Trainspotting"

Bewertung:

Der Film ist ein geglücktes Amalgam aus Altem und Neuem, kann aber an die irre Wucht des ersten Films nicht wirklich anknüpfen.

20 Jahre nach seiner furiosen Verfilmung von Irvine Welshs Drogenroman "Trainspotting" hat Danny Boyle jetzt nachgelegt, "T2 Trainspotting" ist die lang geplante Fortsetzung, die sich wegen Unstimmigkeiten zwischen Hauptdarsteller Ewan McGregor  und dem Regisseur verzögert hat, aber auch weil es lange gedauert hat, bis alle vom Drehbuch überzeugt waren.

20 Jahre später

Die lose Adaption von Welshs Romanfortsetzung "Porno" nimmt die Fäden Geschichte der vier Heroinabhängigen Twenty-Somethings von damals genau 20 Jahre später wieder auf. Zur Erinnerung: Der von Ewan McGregor gespielte Renton war damals mit 16000 Pfund abgehauen, jetzt kehrt er nach Edinburgh zurück, und muss sich mit den Rachegelüsten seiner früheren Kumpels auseinandersetzen, gleichzeitig materialisiert sich der Plan, gemeinsam einen Pornoclub zu eröffnen.

T2 Trainspotting | Ewan McGregor, Robert Carlyle © Sony Pictures Releasing GmbH
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Visueller Einfallsreichtum

Der Film nimmt die alten Fäden wieder auf, und verknüpft sie geschickt mit neuen, alle vier Schauspieler der Heroinsüchtigen von damals sind wieder mit von der Partie. Viele Rückblenden von damals helfen den Anschluss herzustellen.

Unter der Regie von Danny Boyle, der mit seiner ungeheuren Leidenschaft auch sonst eher lethargische Helden wie Heroinsüchtige und Zombies enorm beschleunigt und seinen visuellen Einfallsreichtum auch hier wieder voll ausspielt, entwickelt die Fortsetzung auch mit den gealterten Helden noch einen enormen Drive. Der Film ist ein geglücktes Amalgam aus Altem und Neuem, kann aber an die irre Wucht des ersten Films nicht wirklich anknüpfen. 

Anke Sterneborg, kulturradio

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