"Paris kann warten"
Bild: Tobis Film

Spielfilm - "Paris kann warten"

Bewertung:

Ein amerikanischer Blick auf Frankreich: schön anzusehen, aber doch ohne Herzenswärme inszeniert. Und dennoch lohnt er sich, weil so viel Frankreich im Bild ist, dass man Lust bekommt auf das Land, die Landschaft und das Essen.

81 Jahre alt musste Eleanor Coppola (Ehefrau von Regie-Ikone Francis Ford Coppola und Mutter der Regisseurin Sofia) werden, bis sie mit "Paris kann warten" ihr Spielfilmdebüt vorlegt. Es ist eine kleine Geschichte, die Eleanor Coppola selbst vor vielen Jahren erlebt hat

"Paris kann warten"
© Tobis Film

Savoir Vivre

Anne, Ehefrau eines berühmten Filmproduzenten, beschließt im Anschluss an das Filmfestival von Cannes, spontan alleine nach Paris zu reisen. Dass sie diese Idee gleich einem anderen Mann in die Arme treibt, birgt wenig Emanzipatorisches, bringt aber zum eigentlichen Kern des Films, der vor allem eine Genussreise durch Frankreich sein will.

Für ihren Begleiter, einen typischen Franzosen, nämlich ist der Weg das Ziel. Und so wird der Film schnell zum Road Movie bei dem das französische Savoir Vivre - Landschaft, Wein und gutes Essen – im Mittelpunkt steht.

Die Schauspieler

Diane Lane spielt Anne sehr elegant und geschmeidig, bleibt aber unter ihren Möglichkeiten. Arnaud Viard, der Franzose, ist eher blass - gerade im Vergleich zu Alec Baldwin, der in einem vielversprechenden Kurzauftritt den erfolgreichen Produzentengatten spielt.

Unwiderstehliches Frankreich

Es ist der Blick der Amerikanerin auf Frankreich, der viele Klischees bemüht. So ist der Film schön anzusehen, aber doch ohne Herzenswärme und vor allem ohne eigentliche Fallhöhe inszeniert. Und dennoch lohnt er sich, weil so viel Frankreich im Bild ist, dass man Lust bekommt auf das Land, die Landschaft und vor allem das Essen. Dem nämlich kann auch Anne/ Eleanor Coppola – ganz unamerikanisch – nicht widerstehen. Und das macht sie sehr sympathisch.

Christine Deggau, kulturradio

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