Beiträge zum Nachhören | 21.05.2016

KULTURTERMIN

Das literarische Gespräch mit Gunnar Decker

Gestern erhielt der Philosoph und Kulturwissenschaftler Gunnar Decker in Berlin den Heinrich-Mann-Preis 2016. Aus diesem Anlass wiederholen wir im Kulturtermin ein Gespräch über Gunnar Deckers Buch „1965. Der kurze Sommer der DDR“, dass Salli Sallmann 2015 mit dem Autor führte.

ZEITPUNKTE

Debatte: Volkshochschulen - ein Modell mit Zukunft?

Gäste: Sabine Heurs, Camilla Schuler, Michael Weiß

KULTUR AKTUELL

Neue Lesung im Kulturradio: "Lettipark" von Judith Hermann

Seit Judith Hermann 1998 mit ihrem Erzählband „Sommerhaus, später“ debütierte, gehört sie zu den herausragenden Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur. Ob „Nichts als Gespenster“, „Alice“ oder „Aller Liebe Anfang“: ihre elegante und präzise, an der US-amerikanischen Kurzgeschichte geschulte Erzählweise berührt und bewegt die Leser. Für ihr Werk wurde die 1970 in Berlin geborene Judith Hermann vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist- und dem Hölderlin-Preis. In ihren neuen Erzählungen, „Lettipark“, geht es um die unscheinbaren Momente, die kurzen Blicke und kleinen Umarmungen, die man so oft kaum wahrnimmt und übersieht und die doch unser Leben für immer verändern. Die erste Erzählung des Bandes trägt den Titel „Kohlen“, der zweite den Titel „Fetisch“. Der Kulturradio-Literaturredakteur Claus-Ulrich Bielefeld stellt das Buch vor.

KULTUR AKTUELL

Die Compagnie Toula Limnaios wird 20 Jahre alt!

1996 wurde die cie. toula limnaios als Ensemble für zeitgenössischen Tanz von der Choreographin und Interpretin Toula Limnaios und dem Komponisten Ralf Ollertz gegründet. Ab dem 26. Mai wird dieses Jubiläum mit zahlreichen Aufführungen in Berlin gefeiert. Gleichzeitig wird auch ihr Theater, die Halle Tanzbühne Berlin nach Umbau und Sanierung wieder eröffnet. Zu Gast bei Marek Kalina ist die Gründerin und Namensgeberin der Compagnie, Toula Limnaios.

KULTUR AKTUELL

Heute Premiere: "Hamlet" am Staatstheater Cottbus

Das Stück "Hamlet" von Shakespeare gehört zu den großen Klassikern auf dem Theater, das bis heute in zahllosen Theatern immer wieder inszeniert wird. Heute Abend hat "Hamlet" am Staatstheater Cottbus Premiere - und hier soll das Königreich als Überwachungsstaat besonders herausgearbeitet werden. Was es damit auf sich hat, erklärt der Hamlet-Darsteller Johannes Kienas im Gespräch mit Ev Schmidt. Sa 21.05.2016 19:30 Uhr Staatstheater Cottbus

GESCHMACKSSACHE

Harry Graf Kessler. Flaneur durch die Moderne

Er war Kunstmäzen und für kurze Zeit sogar Museumsdirektor, Schriftsteller und Verleger bibliophiler Bücher, doch vor allem war Harry Graf Kesseler ein scharfer und scharfzüngiger Beobachter seiner Zeit von 1900 bis in die späten 30er Jahre. Seine tiefgreifenden Betrachtungen hielt er über sechs Jahrzehnte hinweg in Tagebüchern fest. Darin verfolgte er insbesondere die künstlerischen wie politischen Umbrüche der ersten 30 Jahre des 20. Jahrhunderts. Wie aktuell die Person und die Gedankenwelt Kesslers auch heute noch sind, zeigt jetzt eine Ausstellung der Stiftung Brandenburger Tor im Max Liebermann Haus am Pariser Platz, die ab heute zu sehen ist. Sigrid Hoff hat sie gesehen.

KULTUR AKTUELL

Wettbewerb "Ton und Erklärung"

Tod und Verklärung – so heißt eine Tondichtung von Richard Strauss der ein Gedicht vorangestellt ist. Dieses Gedicht soll Orientierung schaffen und wie ein roter Faden durch die Partitur führen. Nicht Tod und Verklärung, sondern „Ton und Erklärung“ heißt ein Nachwuchs-Wettbewerb, der jedes Jahr vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft ausgelobt wird. Die Ähnlichkeit des Titels kommt nicht von ungefähr: Zum klingenden „Ton“ gibt es vorher eine Erklärung vom Interpreten, der das Werk dann spielt. Der Wettbewerb findet dieses Jahr bei uns im Haus des Rundfunks in der Masurenallee statt. Heute Abend gibt es das Finale mit der Bekanntgabe der Preisträger, Imke Griebsch hat bei den ersten beiden Runden zugehört. Sa 21.05.2016 18:00 Uhr Haus des Rundfunks, Großer Sendesaal

FEATURE

Maos blonde Rotgardistin

Gudrun wurde in Tirol geboren und kam als Dreijährige mit ihrer Mutter in die nordchinesische Stadt Shenyang. Als Mao die chinesische Jugend zur Revolte aufrief, wollte sie Rotgardistin werden. Doch konnte eine Ausländerin – als solche war sie mit ihren blonden Haaren zu erkennen –an der Zerschlagung des alten China mitwirken? Von Mathias Bölinger

SATIRE

Satirischer Wochenrückblick

von André Bochow

KULTUR AKTUELL

Deutscher Schauspielerpreis

Mit dem Deutschen Schauspielerpreis ehrt der Schauspielerverband die Besten aus den eigenen Reihen. Die Liste der Nominierten ist auch in diesem Jahr lang: darunter sind Claudia Eisinger, Nicolette Krebitz, Jördis Triebel, Frederick Lau, Burghart Klaußner und Peter Kurth. Gestern war die Preisverleihung im Berliner Zoo Palast und Oliver Kranz für uns vor Ort. Deutscher Schauspielerpreis - DSP 2016 http://www.schauspielerpreis.com/

FRÜHKRITIK

Theatertreffen: Effi Briest–allerdings mit anderem Text und anderer Melodie

Auf dem Spielplan der letzten Theatertreffen-Tage steht die "Effi Briest"-Version von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk. Hier ist Fontanes Tugendroman als Radio-Show mit viel Musik und anderem Text zu erleben. Peter Hans Göpfert mit einer Kritik zur Inszenierung des Schauspielhauses Hamburg und mit einem Fazit zum Theatertreffen.

DAS PORTRÄT

Barnaby Weiler

Das „Berliner Klavierfestival“ bringt seit fünf Jahren ausgewählte Pianisten nach Berlin. Die Idee dazu hatte der Brite Barnaby Weiler. Der ehemalige Mathematikstudent lebt in Berlin und hat einfach ein neues Festival gegründet. Was ihn dazu bewog, hat Cornelia de Reese herausgefunden. 17.05. bis 02.06.2016 Berliner Klavierfestival

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.kulturradio.de/zum_nachhoeren/uebersichten/tag_12.html

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