- Erich Wolfgang Korngold: "Die tote Stadt"

Oper in drei Bildern (1920)

Nach dem Tod seiner Frau Marie hat sich Paul vollkommen in seine "Kirche des Gewesenen" zurückgezogen. Abgeschottet nach außen lebt er einzig der Erinnerung an die Verstorbene, als eines Tages die Tänzerin Marietta auftaucht, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht. Er verliebt sich in sie und will doch letztlich nur die verlorene Tote wieder zum Leben erwecken. Immer mehr verstrickt sich Paul in seiner besessenen Liebe, bis es zur Katastrophe kommt. Oder war alles nur ein Traum? Ein Streich des Unbewussten? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Tod der geliebten Frau?...

Als Vorlage der Oper diente der symbolistische Kultroman Bruges-la-Morte (Das tote Brügge) des Belgiers Georges Rodenbach, der in seiner Morbidität und symbolträchtigen Vieldeutigkeit ganz den Geist des Fin de Siècle atmet. Korngold, der sich mit seinem ersten abendfüllenden Bühnenwerk die Opernwelt eroberte, zählte zeitweilig neben Richard Strauss zu den meistgespielten Komponisten auf deutschsprachigen Bühnen, ehe die Nationalsozialisten seiner Opernkarriere ein jähes Ende setzten. In den letzten Jahrzehnten erfährt Korngolds Werk endlich die ihm gebührende Renaissance.

Musikalische Leitung - Ainārs Rubiķis
Inszenierung - Robert Carsen
Paul - Aleš Briscein
Marietta/Erscheinung Maries - Sara Jakubiak
Frank, Pauls Freund/Fritz, der Pierrot - Günter Papendell
Brigitta, Pauls Haushälterin - Maria Fiselier
u.a.

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin

Tänzer
Kai Braithwaite, Michael Fernandez, Hunter Jaques, Shane Dickson, Danilo Brunetti, Daniel Ojeda, Paul Gerritsen, Lorenzo Soragni